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Die neue Grafikkartereihe Geforce 8 GT ist da:
- mehr Speicher
- mehr Core
- mehr Funktionen
- besseres Preis/Leitungsverhältnis

Als Jens Neuschäfer, Produkt PR Manager für Nvidia Zentraleuropa, die ersten Infos per Telefon durchgegeben hat, war die Einstellung zum Geforce 8800 GT etwas skeptisch. Der Chip soll den Geforce 8800 GTS 320 ersetzen, hat 512 MByte mit 256 Bit Speicheranbindung und eine Ein-Slot-Kühllösung. Als dann das erste Test-Sample eintrifft, erzeugt der kleine Lüfter mit dem ultraflachen Kühler etwas Unmut. Das sieht zwar gut aus, aber kleine Lüfter sind doch immer so laut. Wo ist die Heatpipe-Lösung mit dem dicken Luftkühler, der kaum Touren braucht, geblieben.
Karte einstecken, Betriebsystem aufspielen und Treiber installieren. Die 60 dB(A) beim Systemstart werden sehr schnell unter 38 dB(A) gebracht. Während man im 2D-Modus arbeitet, wird die Karte nie lauter, der Lüfter kontrolliert die Hitze unauffällig. Als die ersten Benchmarks laufen, sind Temperatur und Lüfter schnell vergessen, die Frameraten stehen nur noch im Vordergrund. Die Ergebnisse sind eigentlich nicht zu glauben, in Verbindung mit dem neuen Treiber 169.01 schießt Nvidia in vielen Bereichen den GTX und Ultra ab.
Einen Moment mal, der G92 soll ein Mittelklasse-Chip für 250 Euro sein. Wer sich bis jetzt nicht zwischen dem Geforce 8800 GTS 320 und 640 entschieden konnte und wem die GTX und Ultra einfach zu teuer waren, der bekommt mit dem G92 eine richtig gute Alternative, man möge meine Euphorie entschuldigen, die Leistung vom Geforce 8800 GT ist einfach nur Endgeil.
Wo die Schwächen und Stärken des G92 im Detail liegen, kann man auf den nächsten Seiten erfahren. Im Test sind höher getaktete Modelle von MSI und XFX und der Geforce 8800 GT als Duo im SLI-Verbund. Werte gibt es für DirectX 9, DirectX 10 und einen 3D-Beschleunigungsvergleich zwischen XP und Vista.

Der neue AMD - PHENOM X4:
- Quad-Core
- höheres Cache Level
- 4x 3 GHz

Seit der Einführung des AMD Athlon 64 im September 2003 hatten die Netburst-Prozessoren des Konkurrenten Intel (Pentium 4/Pentium D) insbesondere auf Grund verhältnismäßig hoher Verlustleistung einen schlechten Ruf. Neue Prozessoren auf anderen Architekturen nannte Intel daher daraufhin nicht mehr Pentium, sondern seit Ende 2005 Core. Insbesondere die Prozessoren auf Basis der Core-Mikroarchitektur (Intel Core 2), welche im Sommer 2006 vorgestellt von, waren sehr erfolgreich. Bereits Ende 2006 stellte Intel den ersten Vierkernprozessor Core 2 Extreme QX6700 vor.
AMD konnte zu diesem Zeitpunkt noch kein Konkurrenzprodukt vorstellen, da sich die Prozessoren auf Basis der K10-Architektur noch in Entwicklung befanden. Da der ältere Athlon 64 mit der Leistung der schnellsten Core-2-Modelle jedoch nicht mithalten konnte, entschied sich AMD ebenfalls für die neuen Prozessoren einen neuen Namen zu verwenden. Am 14. Mai 2007 kündigte AMD den neuen Markennamen „Phenom“ an.[2] Phenom rührt von dem englischen Wort phenomenal, welches die verbesserte Rechenleistung unterstreichen soll.
Der Markteintritt der neuen Generation verlief allerdings nicht problemlos. Der Server-Ableger Barcelona für den Opteron verzögerte sich laut AMDs CEO Héctor Ruiz um sechs Monate, wodurch sich auch Verzögerung beim Markteintritt für Desktop-Prozessoren ergaben.[3] Auch die Erwartungen, die an die ersten Phenom-Prozessoren, alles Vierkernprozessoren, gestellt wurden, konnten nicht erfüllt werden – insbesondere stellten die Performance weiterhin keine Gefahr für Intels High-End-Prozessoren dar, was zum Teil auch an den unerwartet niedrigen Taktfrequenzen lag. Die Behebung eines Fehlers in der Revision B2 kostete weitere Rechenleistung.[4]
Die Revision B3 korrigierte diesen Fehler, zu dem erlaubte sie AMD am 27. März 2008 Prozessoren vorzustellen, die zum Teil mit etwas höheren Taktfrequenzen liefen.[5] Die Modellnummer dieser neuen Prozessoren endet mit einer 50. Am gleichen Tag führte AMD erste Dreikernprozessoren in den Markt ein. Zur Unterscheidung der Vier- und Dreikerner nennt AMD die Prozessoren seit diesem Tag Phenom X4 und Phenom X3.[6]